Früchte: Wenn Sie nicht zunehmen wollen oder Diabetiker sind, müssen Sie folgende Aspekte beachten!

 

Gemäß internationalen Empfehlungen sollte man täglich 750 Gramm Obst und Gemüse verzehren. Aber wegen des hohen Fruchtzuckergehaltes würde ich nur 250 Gramm Obst empfehlen. Die restliche, nicht unbedeutende Menge (500 Gramm oder sogar noch mehr) sollte aus verschiedenen Gemüsesorten zusammengestellt werden.

 

Wie man es auch dreht und wendet, beide Extremfälle können zu Problemen führen.  Isst man wenig Obst, kann es Mangelsymptome verursachen; konsumieren wir zu viele Früchte, wird unser Blutzuckerspiegel erhöht oder wir bekommen Durchfall bzw. Blähungen.

Diabetiker dürfen pro Mahlzeit etwa 10 bis 20 Gramm Kohlenhydrate essen. Ein Apfel enthält pro 100 Gramm ca. 10 Gramm Kohlenhydrate, 100 Gramm Trauben haben einen Kohlenhydratgehalt von 18 Gramm, 100 Gramm Melone enthält mehr als 10 Gramm Kohlenhydrate. Deshalb müssen sowohl Diabetiker, als auch Personen, die auf ihre Figur achten wollen, vorsichtig sein, um nicht in die Fruchtzuckerfalle zu tappen. Es kommt ja leider oft vor, dass wir vor allem während der sommerlichen Fruchtsaison ein paar Kilo zunehmen. Nach allgemeiner Auffassung kann man von gesunden Früchten nicht zunehmen. Aber Achtung, eine Traube mit großen Beeren kann sogar ein halbes Kilo wiegen und enthält somit 90 Gramm Kohlenhydrate.

Suppe, Kompott, Marmelade

Die meisten Vitamine? Stecken natürlich in rohen, frischen Früchten. Am besten direkt vom Baum oder Strauch gepflückt. Obwohl wir gerade bei der Hitze das gekühlt servierte Kompott oder die Obstsuppe sehr gerne essen, enthalten sie aber wegen der Wärmebehandlung deutlich weniger wertvolle Nährstoffe. Natürlich können wir Obst auch in Form von Kompott verzehren, aber es muss darauf geachtet werden, dass sie ohne Zuckerzusatz zubereitet werden. Aus vielen Sommerfrüchten können wir im August Marmelade, Konfitüre, Obstkonserven zubereiten. Es wird empfohlen, besonders süße, schmackhafte Früchte zu kaufen, weil wir sie dann nicht zusätzlich süßen müssen. Möchten wir noch kleine Obststückchen in der Marmelade beibehalten, dann dürfen wir sie nicht zu lange kochen. Beim Einkochen von Marmelade muss man das Obst langsam, unter ständigem Rühren, erhitzen. Der überflüssige Teil der Flüssigkeit verdampft und die Masse verdichtet sich.  Ist sie süß genug, muss sie nicht zusätzlich gesüßt werden. Die Marmelade hat eine weiche Konsistenz und enthält keine Obststücke. Beim Einkochen von Marmelade ist die Kochzeit kürzer, so bleibt der Vitamin- und Mineralstoffgehalt erhalten.

Süße und gefährliche Früchte

Traube: 18 g Kohlenhydrate / 100 g
Sinkt unser Blutzuckerspiegel plötzlich ab, dürfen wir ruhig Trauben essen, der Traubenzucker kann ja den Blutzuckerspiegel am schnellsten erhöhen. Das darin enthaltene Magnesium fördert die Muskel- und Herzfunktionen, das Mangan spielt im Stoffwechsel der Knochen eine wichtige Rolle und unterstützt das Schilddrüsen- und Nervensystem. Der Ballaststoffgehalt ihrer Schale verbessert die Verdauung, der Ölgehalt ihrer Kerne kann den Cholesterinspiegel des Blutes senken.

Feige: 16 g Kohlenhydrate / 100 g
Die Feige ist teich an Ballaststoffen, so übt sie eine positive Wirkung auf die Verdauung aus. Ihr hoher Kaliumgehalt hat eine positive Auswirkung auf die Herzfunktionen und übt eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem aus. Das darin enthaltene Psoralen hilft uns, schneller und gleichmäßiger braun zu werden. Außerdem verhindert es die Entstehung von Hauterkrankungen, die für die Pigmintierungs-Fehler verantwortlich sind. Ihr hoher Vitamin-B-Gehalt hat bei Prostatabeschwerden eine positive Auswirkung.

Beeren

Beeren stecken voller Vitamine und Mineralstoffen. Ihre gesunde Auswirkungen verdanken die Beeren vor allem ihrem hohen Antioxidant-Gehalt. Die Antioxidationsmittel spielen in der Tumorprävention eine wichtige Rolle und stärken das Immunsystem. Auch für Diabetiker sind sie geeignet. Man sollte sie täglich mehrmals verzehren, sowohl in frischem Zustand als auch im Obstsalat oder als Sauce zu Wildfleisch.

Himbeere: 5,4 g Kohlenhydrate / 100 g
Schwarzbeere: 6,3 g Kohlenhydrate / 100 g
Stachelbeere: 8 g Kohlenhydrate / 100 g
Ribisel (schwarz): 7 g Kohlenhydrate / 100 g
Ribisel (rot): 9,5 g Kohlenhydrate / 100 g
 

Pflaume: 12 g Kohlenhydrate / 100 g


Durch ihren hohen Wassergehalt (85%), haben Pflaumen eine durstlöschende Wirkung und einen hohen Ballaststoffgehalt. Ihre Antioxidationsmittel haben einen Anti-Aging Effekt. Außerdem reinigen Pflaumen den Körper von Schadstoffen,  wirken harntreibend und appetitanregend. Aber dem nicht genug, sie verbessern die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems und schützen uns gegen Herz-und Kreislauferkrankungen. Ihre getrocknete Version, besonders geeignet gegen Verstopfung, ist auch sehr beliebt, aber deren Kohlenhydratgehalt ist sehr hoch (65 g / 100 g).

Wassermelone: 7,5 g Kohlenhydrate / 100 g 

Sie hat einen sehr großen Wasseranteil und sie ist ein sehr guter Durstlöscher, aber man sollte sie trotz ihres niedrigen Energie- und Kohlenhydratgehalts mit Vorsicht genießen. Die angegebenen Angaben beziehen sich auf 100 Gramm, aber wer könnte davon nur eine solche kleine Menge essen? Es wird vor allem zum Nachtisch für das Mittagessen empfohlen, so kann man die schnelle Resorption, die dem hohen Saftgehalt zufolge entsteht, durch die sonstigen Nährstoffe des Mittagessens (Protein, Fett) mäßigen.

Melone: 10 g Kohlenhydrate / 100 g 

Den täglichen empfohlenen Vitamin-C-Bedarf kann man mit dem Verzehr von 20 Gramm Melone decken. Die Melone ist reich an Nährstoffen und ihre gelbe Farbe deutet auf einen bedeutenden Beta-Carotin-Gehalt hin.

Pfirsich: 10 g Kohlenhydrate  / 100 g

Je gelber seine Farbe ist, desto höher ist sein Vitamin-A-Gehalt. Natürlicher Antioxidant, fördert die Verdauung und hat außerdem eine harntreibende Wirkung.

Marille: 3,9 g Kohlenhydrate / 100 g

Nur 100 Gramm Marille pro Tag decken unseren täglichen Bedarf an Vitamin A. Wer gern in der Sonne liegt und schön braun werden will, sollte Marillen verzehren. Dieses leckere Obst ist ja eine wichtige Quelle für Beta-Carotin. Auch den weichen, weißen Innenteil ihres Kernes, welcher der Mandel ähnelt, können wir essen oder für Kompott verwenden. Außerdem wirken sich die Nährstoffe und Vitamine der Marille positiv auf die Sehkraft aus. Weitere Benefits: sie kurbelt den Stoffwechsel an, reinigt den Körper von Giftstoffen, schützt die Leber und die Blutgefäße, darüber hinaus hilft sie der Haut bei der Regeneration.

 

 

 

Nur abwechslungsreich essen!

Unser Körper braucht jeden Tag Früchte. Man muss aber auf die verzehrte Menge achten, es ist sinnvoll, sie zu kombinieren. Je abwechslungsreicher wir sie verzehren, desto mehr Nährstoffe bekommt unser Körper. Mann sollte sie mit wertvollen Kernen und Milchprodukten verzehren, um ihre etwaige schnelle Resorptionszeit ein wenig zu verzögern. Auch leckere Kuchen können durch deren Verwendung zubereitet werden.